Barcelona – über diese Stadt habe ich mein ganzes Leben lang so viel gehört und sie trotzdem nie gesehen. Dieses Jahr hat es mich irgendwie dort hin gezogen, vor allem weil einfach jeder mit dem man spricht diese Stadt LIEBT. Schon nach meinem ersten Tag vor Ort wusste ich: hier will ich mal leben und habe mich komplett verliebt! Deshalb möchte ich dir zeigen, wie man sich nach nur 3 Tagen Barcelona so erholt und zufrieden fühlt wie nach keinem anderen Kurztrip!

Zuerst muss ich noch sagen, dass Nick – mein Partner und Travelbuddy – und ich absolut nichts geplant haben. Wir wollten einfach weg, und zwar irgendwohin in Europa, wo es Stadt, Action, gutes vegetarisches Essen und vor allem Strand und Meer gibt. Wir haben überlegt ein paar Tage nach Ibiza oder Tel Aviv zu fliegen, aber das konnte man total vergessen – dort ist im August nämlich kurzfristig schon alles ausgebucht oder sündhaft teuer. Da Barcelona uns gefühlt 1000 Mal empfohlen wurde und man dort auch noch geniale Unterkünfte bekam, haben wir also 4 Tage vor Abreise Flug und Hotel gebucht. Man merkt, wir sind eher die spontanen.

DAY #1 – MONTAG

Unser Hinflug nach Barcelona ging sehr früh und war entspannt, da wir aus Frankfurt mit Lufthansa geflogen sind. Ich muss nach vielen verschiedenen Fluggesellschaften an dieser Stelle einfach mal sagen, dass Lufthansa einfach die angenehmste ist – ich hasse es mit Billigairlines zu fliegen weil der Service und das Drumherum einfach nervt. Für den Flug haben wir knapp 450 Euro für zwei Personen gezahlt, was an der spontanen Buchung in der Hochsaison lag. Wir fanden es voll okay, da wir sowieso nur mit Handgepäck fliegen wollten und spontan auch mit einer guten Airline an kein schöneres Plätzchen für das Geld gekommen wären. Ich liebe den Frankfurter Flughafen weil er einfach riesig und modern ist und wir uns dort mittlerweile gut auskommen und zurecht finden.

Auch unsere Ankunft um 9:00 Uhr morgens in Barcelona am Flughafen war easy – wir entschieden uns, mit der Metro zu unserem Hotel am Placa d’Espanya zu fahren, was echt unkompliziert und schnell ging! Die Metro in Barcelona ist sowieso zu empfehlen, vor allem das günstige 10er Ticket welches man zu zweit nutzen kann – es kostet nur ca. 10 Euro und zu zweit kann man damit 5 Mal zeitlich unbegrenzt in der Stadt durch die Gegend fahren. Die Bahn ist gut vernetzt und total einfach zu verstehen. Aber auch Taxi fahren ist in Barcelona viel günstiger als in Deutschland und anderen europäischen Städten, denn für die Rückfahrt zum Flughafen haben wir nur knapp 25 Euro mit dem Taxi gezahlt. Lohnt sich also in Gruppen und bei kurzen Strecken auch sehr.

DAS HOTEL

Wir haben im Voraus für 3 Nächte das Hotel Catalonia Barcelona Plaza gebucht, direkt zentral am Placa d’Espanya. Vorweg kann ich sagen, dass ich das Hotel 100% empfehlen kann! Die 3 Nächte waren trotz Hauptsaison absolut preiswert. Das Hotel ist riesig und hat eine tolle Rooftop Terrasse mit Rooftop Pool zu bieten, auf der wir uns total wohl gefühlt haben. Leider war es schwer eine der schönen Liegen und Betten zu ergattern, aber die Aussicht über Barcelona war einfach traumhaft genau wie die Drinks an der Bar. Frühstück haben wir diesmal keines gebucht, denn in Barcelona gibt es zu viele schöne Cafés und Restaurants, vor allem vegane und vegetarische, als dass wir 3 Mal im Hotel frühstücken wollten. Unser Zimmer war geräumig und hatte eine Badewanne, eine MiniBar, TV sowie Blick auf den Placa d’Espanya und alles was man braucht. Das Hotel hat übrigens auch 24 Stunden Zimmerservice und das Personal war extrem zuvorkommend.

Da wir bereits gegen 10:00 Uhr am Hotel waren und unser Zimmer erst um 14:00 Uhr fertig war, konnten wir die Zeit direkt auf der Dachterrasse am Pool überbrücken – es gibt schlimmeres 😉 Der Tag unserer Ankunft war übrigens wahnsinnig heiß – wir konnten die Sonne also direkt richtig auskosten. Um 14:30 sind wir dann eingecheckt, haben unser Zimmer begutachtet und uns frisch gemacht. Da wir beide total Lust hatten mal wieder Fahrrad zu fahren, haben wir uns um die Ecke bei einem kleinen Fahrradverleih Räder geliehen – hat uns bis zu Abend (4 Stunden) 10 Euro pro Fahrrad gekostet. Damit sind wir dann entspannt aber mega hungrig ungefähr 2km an den Placa des les Drassanes geradelt, der direkt am Meer liegt, und von dort aus an der Promenade entlang in die wunderschöne Altstadt von Barcelona. Um die Ecke vom Picasso Museum haben wir den kleinen Burgerladen Pim Pam Burger entdeckt, bei dem wir die besten vegetarischen oder sogar veganen Burger seit langem gegessen haben, das Patty war aus Aubergine gemacht und das Restaurant ist auf jeden Fall eine Empfehlung an euch – auch die nicht vegetarischen Burger sahen Hammer aus. Nachdem wir dann zum Glück was im Magen hatten ging es an den Barceloneta Beach, der geilste zentrale Strand in Barcelona wie ich finde, an dessen Ende auch das bekannte W Barcelona Hotel liegt. Dort haben wir auch unsere Lieblingsbar entdeckt – die Fitbar, an der es unglaublich leckere Acai Bowls und Smoothies gibt.

Unser Nachmittag am Strand war wunderschön, aber da wir die Räder um 20:00 Uhr wieder abgeben sollten und auch sehr müde waren, haben wir uns auf den Rückweg gemacht und es uns im Hotel gemütlich gemacht. Der Pool war leider schon geschlossen, aber das war super, denn auf der Terrasse war somit nichts los und wir konnten entspannt Bilder machen. Gegessen haben wir später noch etwas in einem süssen Café direkt unten am Hotel, wo es ganz viel Auswahl an vegetarischen Tapas und Pasta sowie leckeren Cookies gab. Geendet hat der lange Tag mit einer Folge Game of Thrones und den Geräuschen des Placa d’Espanya im Hotelzimmer.

DAY #2

Unser zweiter Tag begann mit einer Metrofahrt an den Placa de Catalunya, einer Knotenpunkte Barcelonas. Eine Minute entfernt davon ist das Restaurant Flax & Kale indem man als Flexetarier gut aufgehoben ist: es gibt zu 80% vegane Speisen, wenige vegetarische Gerichte (z.B. mit Ei) und ein paar mit Fisch. Das Restaurant ist absolut Bombe muss ich sagen! Wir hatten einen veganen Bagel der einem „normalen“ Bagel nachempfunden war und es war wahnsinnig lecker, genau wie meine Acai  Bowl und Nicks veganer Mocha Frappe. Auch die Einrichtung war genau nach meinem Geschmack und der Service super.

Als wir endlich fertig und gestärkt für den zweiten Tag in Barcelona warne, sind wir die ganze Straße „La Rambla“ bis runter zur Promenade spaziert und haben uns alle möglichen Restaurants und Läden angesehen. Auf dem Weg hat es kurz angefangen zu regnen, was aber wegen der warmen Temperatur gar nicht gestört hat – zumindest uns. Das faszinierendste an dem Tag war für mich als wir zufällige den riesigen Markt „La Bouqeria“ entdeckt haben – Reizüberflutung pur! Zwar als Vegetarier nicht ganz so genießbar da es jede Menge Fleisch und vor allem den bekannten katalanischen Schinken an jeder Ecke gab – aber man hat gemerkt wie sowohl Einheimische als auch Touristen den Markt fürs Mittagessen voll ausnutzen. Genial war für mich das Früchte und Süssigkeiten Paradies!

Geholt haben wir uns auf dem Markt nur eine frische Kokosnuss zum trinken, da wir ja gerade gegessen hatten. Wer in Barcelona ist muss einfach zu La Bouqeria! Es lohnt sich. In jeder großen Stadt wie zum Beispiel auch London gibt es ähnliche überdachte Plätze und Märkte, aber so groß und vielfältig habe ich noch nichts gesehen. Kleiner Tipp: lieber nicht in der Mittagszeit.

Für uns ging es dann weiter Richtung Promenade und wir haben ein paar Aufnahmen für YouTube sowie Bilder im Hafen gemacht. Da wir nach unserem Stadttrip etwas Zeit am Pool verbringen wollten haben wir uns mit der Metro zurück auf den Weg zum Placa d’Espanya gemacht und den ganzen Nachmittag auf der Terrasse entspannt.

Abends wollten wir unbedingt die beliebten spanischen Tapas probieren. Mit der Metro sind wir wieder Richtung Hafen gefahren – wenn ich Hafen und Promenade sage meine ich übrigens alles in der Nähe des berühmten Shopping-Centers Maremagnum. Zum Glück hatte ich in einem Blog eine vegetarische Tapas Bar gefunden – denn die meisten Tapas in normalen Restaurants sind ja mit Fleisch und Fisch und viel Käse. Die Bar war der WAHNSINN. Wir haben super leckeren Eistee getrunken und 4 verschiedene Tapas bestellt, die einfach großartig geschmeckt haben, egal ob Ravioli oder Tofucreme und Guacamole mit Brot. Sehr lecker waren auch die „Patatas“, das sind geröstete Kartoffeln die es in jeder Tapas Bar gibt und einfach himmlisch gewürzt sind. Wenn es bei euch auch nicht immer Fleisch und Fisch sein muss, dann besucht unbedingt die Bar. Es ist ein wahrer Foodporn und ich habe jetzt noch den Geschmack im Mund.

Um den Abend ausklingen zu lassen sind wir im Yachthafen noch Cocktails trinken gegangen, die in Barcelona wirklich gut sind. Was ich auch in Barcelona liebe ist, dass man einfach zu jeder Uhrzeit gutes Essen bekommt und die Küche nicht wie in Deutschland zwischen 22:00 und 23:00 Uhr schließt. Eigentlich wollten wir in einen der berühmten Beach Clubs gehen, aber diesen urlaub waren wir einfach nicht in Partylaune sondern eher in Entspannungslaune. Zurück zum Hotel ging es gegen 1:00 Uhr mit dem Nachtbus.

DAY #3

Den dritten Tag wollten wir am Strand verbringen, und zwar wieder am Barceloneta Beach. Außerdem wollte ich unbedingt wieder zur Fitbar und zum Frühstück eine Acai Bowl probieren – die waren übrigens sensationell lecker und mit jede Menge Superfoods getoppt. Am besten war die leider nicht vegane Protein Bowl mit Schuko Protein – einfach himmlisch. Die Mittagsstunden haben wir entspannt am Strand und im Meer verbracht und uns Podcasts angehört, meine und Nicks Lieblingstätigkeit zum Entspannen. Zu empfehlen sind hier vor allem die Berlinerin Laura Seiler und US-Unternehmer Gary Vaynerchuck. Podcasts sind nichts anderes als aufgenommene Audiodateien die ihr euch anhören könnt, und zwar jederzeit wie Musik. Ganz einfach mit der Apple Podcast App oder der App Stitcher ausprobieren. Das beste Tool für Persönlichkeitsentwicklung unterwegs!

Da ich auch gerne die anderen Seiten und Strände Barcelonas sehen wollte, sind wir gegen frühen Nachmittag Richtung olympischen Hafen gelaufen, wo auch der große ikonische kupferfarbene Frank Gehry Fisch steht. Dort haben wir wieder Tapas in einem chilligen Beach Club gegessen und sind alles wieder zurück gerufen, vorbei an den großen Clubs wie OPIUM und PACHA. Nach ungefähr 30 Minuten spazieren haben wir uns nochmal einen Smoothie bei der Fitbar geholt (weil die einfach sooo gut sind!) und der Mitarbeiter mit dem wir uns gut unterhalten haben hat uns freundlicherweise unsere 3 Handys kurz aufgeladen die alle leer waren… zum Glück.

Weiter ging unser Spaziergang in Richtung W Barcelona Hotel, welches ich einfach nur geil finde. Wir haben uns dort an den Pool gelegt und den Ausblick auf Barcelona genossen und der DJ vom W ist einfach nur Hammer. Zum Abendessen gab es dann am Pool einen 14 Euro (!) teuren Veggie Burger, der zwar etwas hatte aber leider nicht unseren Geschmack getroffen hat. Gegen 22:00 hat es dann auf einmal angefangen zu schütten, sodass wir uns ein Taxi zurück zu unserem Hotel genommen haben. Am liebsten wären wir einfach im W Geblieben, zumindest ich, weil ich die Atmosphäre, das Publikum und das Design einfach mega fand. Lustigerweise waren auch Farina von http://www.novalanalove.com und ihr Freund gerade im W Hotel, doch leider sind wir ihnen nicht begegnet – ich hätte super gerne ein Bild für Instagram mit ihr geschossen.

Da unser letzter Abend dann wohl etwas ins Wasser gefallen ist, haben wir ihn im Hotel und wieder mit Game of Thrones ausklingen lassen. Um 5:00 Uhr morgens ging es dann am Donnerstag für uns zum Flughafen und schon um 9:00 Uhr waren wir wieder zuhause in Frankytown.

Leider sind wir Kulturbanausen und haben uns keins der Bauwerke von Gaudi oder irgendein Museum angesehen, obwohl ich sowas sonst total liebe – aber in diesem Kurztrip ging es wirklich nur um Entspannung und gutes Essen.

Thanks for reading! Sarah xx

P.S.: Für alle Bilder aus Barcelona einfach bei tumblr vorbeischauen: http://www.sarahemmerich.tumblr.com

 

 

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