In einer neuen Podcastfolge diskutiere ich mit Online Shop Berater, Paid Advertsing Experte und Podcaster Niko Frank über ein für mich besonders spannendes Thema: „Influencer Marketing vs. Facebook Advertising – Die Vorteile und Nachteile von bezahlten Facebook Ads und Influencer Marketing auf Social Media“. In Nico habe ich hierfür den perfekten Gesprächspartner gefunden, denn Nico beschäftigt sich mit Online Werbeanzeigen seit seiner Jugend. Im Jahr 1995 geboren ist Nico heute 25 Jahre jung und steht somit ziemlich genau „Zwischen Generation Y und Z“.

Wir wollten im Dialog herausfinden, wie sich Influencer Marketing und Paid Social Advertising voneinander unterscheiden, und wie Unternehmen für sich den perfekten Marketing Mix finden, in den sie erfolgreich und vor allem gewinnbringend investieren können. Außerdem habe ich die Episode genutzt, um mit einigen falschen Fakten zu Influencer Marketing aufzuräumen. 

Nico kommt aus der Paid Social Welt, er ist datengetrieben, entwickelt Marketing Ansätze und fokussiert sich dabei auf den größtmöglichen Output einer Kampagne – wie und wo kann ich möglichst viel Profit aus einer Marketing Kampagne ziehen? Dabei behält er die Performance, sprich wie sich die Kampagne über die Zeit entwickelt, stets im Auge – was stecken wir an Zeit und Ressourcen in die Kampagne, und was ist am Ende der Output? Nico stellt an sich selbst immer den allerhöchsten Anspruch, und durch die Erfahrungen der letzten Jahre funktionieren seine Methoden immer besser. Aber neben den ganzen Daten und dem technischen Handwerk spielt hier auch die Psychologie eine nicht unwichtige Rolle. Gerade wenn es um Texte (Copy Writing) und Überschriften einer Kampagne geht. Hier gibt es spezielle Wordings, die besonders erfolgreich funktionieren, und potentielle Kunden ansprechen.

Aber für wen macht sogenanntes Performance Marketing, zum Beispiel in Form von Facebook Werbeanzeigen, überhaupt Sinn? Die Frage lässt sich eigentlich recht simpel beantworten, wenn wir die Zahl der Nutzer, die Facebook, Instagram oder auch andere Social Media Plattformen, weltweit haben, anschauen. Nahezu jeder von uns ist auf einer Plattform angemeldet und verbringt hier mal mehr, mal weniger Zeit. Und manchmal kommt es uns so vor, als ob Facebook & Co. teilweise mehr über uns wissen, also wir über uns selbst. Daher ist Performance Marketing eigentlich für jedes Unternehmen relevant – und mit der richtigen Strategie kann man aus einer kalten eine warme Zielgruppe machen. 

Nicos Kunden haben in der Regel alle das gleiche Ziel: sie wollen ihren Umsatz steigern. Nico hilft ihnen dann dabei, mit gezielten Ads ihr Angebot entsprechend so hübsch zu verpacken, dass ihre Werbung ankommt und gesehen wird. Das gilt übrigens für B2B als auch für B2C Kunden. Dafür setzt er vor allem auf kleine Schritte. Zunächst gilt es Brand Awareness zu schaffen und ganz verschiedene Zielgruppen anzutesten. Anhand der Reaktionen, die ja meist in Zahlen zu lesen sind, kann man recht schnell erkennen, welche Zielgruppe Interesse zeigt.

Ich selbst stelle immer wieder fest, dass Kunden die Aufgabe(n) der Influencer, wenn es um eine bezahlte Influencer Werbekampagne geht, überschätzen. Ein Influencer soll im besten Fall die Brand Awareness steigern, neue Kunden akquirieren und dafür sorgen, dass das Produkt direkt gekauft wird. Achtung: So funktioniert das aber in den meisten Fällen nicht. Eine Marke muss ihr Produkt selbst verkaufen. Der Influencer unterstützt sie dabei, entsprechend Aufmerksamkeiten Traffic zu generieren, und damit das Produkt bekannt zu machen, sodass es zu einem Wunschobjekt von möglichst vielen Personen wird. Eine ideale Ergänzung zu Influencer Marketing ist bezahlte Werbung, also das, wobei Nico seine Kunden berät. Die Kombination ist ideal, gerade auch, wenn man ganz neue Zielgruppen antesten will. Denn die erreicht man über einen Influencer um einiges leichter, als wenn man nur rein Ads schaltet und hier nur eine bereits bestehende Zielgruppe erreicht. 

Instagram Story Ads findet Nico übrigens super spannend, da die meisten es einfach „nicht können“. Wenn man hier weiß, wie man ein Video gut produziert, so dass man nicht direkt merkt, dass es reine Werbung ist, dann kann man tatsächlich mit wenig Aufwand und aktuell noch mit wenig Kosten seine Zielgruppe erreichen. Zwar ist das in der Regel schon eine bekannte und kaufwillige Zielgruppe, trotzdem, da ist extrem viel Potential drin.

Da hat Nico auch direkt einen guten Tipp: Beobachte Dich einmal selbst wie Du auf Werbung, die Dir ausgespielt wird, reagierst. Wo bleibst Du direkt hängen und wo swipest Du weiter? Nico versucht seinen Kunden immer genau zuzuhören, und achtet genau auf ihre Wortwahl. Worte, die der Kunde oft in seiner eigenen Erklärung nutzt, sind  in der Regel auch erfolgreich in der Werbung. Und nie komplexe Wörter oder Sätze verwenden, sondern einen Sprache, die auch ein Grundschüler versteht.

An dieser Stelle auch noch ein Tipp von mir. Oft konsumieren wir Instagram & Co. ohne Ton, da wir vielleicht gerade in der Bahn sitzen, oder Kollegen um uns herum sind. Daher sind Texte gerade in Instagram Stories  – egal ob von einem Influencer oder als Ad – enorm wichtig, denn dadurch wird die Message über zwei Wege ausgespielt. 

Was sind aber eigentlich die größten Vorteile von Paid Social Ads gegenüber Influencer Marketing? Ganz klar die Messbarkeit und Skalierbarkeit, da sind sich Nico und ich einig. Mit Ads bekommt der Kunde eine statistische Sicherheit. Wenn man die eine Anzeige gefunden hat, die funktioniert, dann kann man sie im Prinzip so oft ausspielen wie man möchte. Und damit eben auch seinen Umsatz steigern. Paid Social Ads können anhand ihrer Daten kontrolliert, gesteuert und geplant werden. Im Influencer Marketing steht, wie ich bereits hier schon erwähnt habe, die Brand Awareness. Der Influencer kann auf eine Marke aufmerksam machen und dadurch ihre Bekanntheit steigern, weil ihm seinen Follower vertrauen. Vertrauen ist hier übrigens ein ganz wichtiger Faktor, oder auch Emotionen schaffen. Beides kann eine Ad nie so vermitteln, wie ein Influencer, der seinen Content, also Werbung, selbst kreiert. Der eigentliche Kauf sollte dann aber über oder mit Hilfe des Kunden stattfinden. Klar kann man den Erfolg einer Werbekampagne mit einem Influencer auch in gewisser Weise messen oder skalierbar machen, aber da gibt es zu viele Faktoren, die da mit reinspielen können, und die Zahlen verfälschen. Auch Rabattcodes sind hier keine fixe Zahl, an der man den Erfolg und Kaufrate genau ablesen könnte. Leider ein gängiges Problem, für das es bisher noch keine richtige Lösung gibt. Daher sollte man sich wie gesagt bewusst sein, dass es zwischen Paid Social Ads und Influencer Marketing einfach Unterschiede gibt, und die Kombination aus beidem ist am Ende der beste Weg. 

Schon seit seiner Jugend hat sich Nico mit dem Thema der digitalen Vermarktung beschäftigt. You Tube hatte es ihm früh angetan, da hat er sich mit eigenen Videos ausprobiert. Nach seinem Abitur hat er seinen ersten, vollautomatisierten Online Shop gegründet. Zwei Jahre später ging seine erste Agentur an den Start, mit der er Unternehmen auf ihrem Weg zu digitalen Vorreitern begleitete. Seine Marketing Methoden kamen gut an und die Nachfrage der Unternehmen nach noch mehr Support im Bereich Internet Marketing stieg stetig. So entstand seine Digitale Unternehmensberatung „Nico Frank Consulting“ mit der er bis heute vor allem kleine und mittelständische Unternehmen berät und sie mit seinem Wissen zu ihrem Erfolg begleitet. Aber auch lokale Geschäfte, die teilweise auch kleine Online Shops führen und Non-Profit Unternehmen zählen zu seinen Kunden.

Es ist ein riesiges Privileg, dass wir heute auf Wissen zugreifen können, das nahezu unbegrenzt ist. Und das haben wir der digitalen Welt zu verdanken in der wir leben. Wer dieses Privileg jetzt erkennt und für sich nutzt, der kann erfolgreich seinen beruflichen Weg gehen und sich einfach mal etwas trauen. Nico bereut keinen Tag seine Entscheidung als Selbständiger Unternehmensberater zu arbeiten. Einfach weil er gut ist in dem was er macht und es ihm auch Freude bereitet. 

Und meine letzte Frage geht natürlich auch an Nico. Ich habe ihn gefragt, ob er lieber 20 Jahre früher oder später geboren wäre. Nico ist ein Gast mit einer sehr schnellen und klaren Antwort. Er liebt es in der aktuellen Zeit zu leben. Es könnte zwar sein, dass er in 20 Jahren sagt, er braucht die ganzen digitalen Möglichkeiten nicht mehr, aber das ist wohl eher unwahrscheinlich. Wichtig sind im Achtsamkeit und den Moment genießen – das echte Leben und soziale Kontakte. Wenn wir das nicht vergessen, dann leben wir in einer verdammt guten Zeit – und die will Nico nicht missen.