Zwischen Generation Y & Z – kurz und knapp:

  • mit und für die Generation Z zu arbeiten braucht Kreativität, einen ständigen Wechsel der Perspektiven und ist durch ständigen, schnellen Wandel geprägt
  • die Kinder und Jugendlichen der Generation Z sind clever, pragmatisch und schnell – und genauso, muss das Marketing von Brands auch ihre Werbung gestalten 
  • Polarisieren, Hypes erzeugen und zu Fehlern stehen – mit Perfektion ist man bei den Gen Z an falscher Stelle

Bei einem persönlichen Treffen in Lissabon spreche ich mit Kristin Gaska. Sie ist als Social Media Marketing Beraterin eine absolute Expertin, wenn es um TikTok-Kampagnen und die Gewinnung von Aufmerksamkeit der Generation Z geht. Die 24-Jährige arbeitet für WeCreate, DIE TikTok-Agentur in Deutschland.

Ihr Job umfasst verschiedene Bereiche: Kristin konzipiert kreative Projekte im Vertical Video Format für Kunden, bereitet Shootings und Produktionen vor und setzt diese als Verbindungsstück zwischen Creatorn und Kunden um. Das Augenmerk ihrer Arbeit liegt auf Content auf TikTok.

Kristin identifiziert sich wie ich sowohl mit der Generation Y als auch der Generation Z und versteht demnach, welche Inhalte gemeinsam mit Creatorn umgesetzt werden können, um die größtmögliche Reichweite für Marken zu erzielen.

Durch ihren Job mit Fokus auf TikTok identifiziert sie sich immer mehr mit beiden Generationen und versteht die Überschneidungen und klaren Unterschiede zwischen Generation Y & Z. Kristin sieht sich nicht als Sprachrohr der Generation Z und möchte sich auch nicht als solches positionieren. 

Trotzdem erklärt sie mir, welche Herausforderungen man sich als Marketer stellt, um die Generation Z passend, gezielt und langfristig anzusprechen. Ihrer Einschätzung nach ist wichtig, die Interessen der Generation zu erkennen und den Charakter dieser selbstbewussten, pragmatischen Generation ins Marketing mit einfließen zu lassen.

Werbung funktioniert in diesem Fall anders und es gibt verschiedene Wege, Aufmerksamkeit zu erzielen. Die Generation nutzt hauptsächlich ihre Smartphones – Fernsehen oder Laptops spielen keine allzu große Rolle mehr. So sind für Kristin TikTok, Twitch, Discord (Streaming), Instagram, Snapchat und Youtube entscheidende Kanäle, über die Marken ihre Produkte und Dienstleistungen ehrlich und glaubwürdig vermarkten sollten. Hier gilt es, die Aufmerksamkeit der jungen Menschen zu catchen und Botschaften zu platzieren.

Für die Planung von Kampagnen ist laut Kristin zu beachten, dass man Meinungsführer und Gesichter der Generation findet, sich an bestehenden Formaten orientiert und vor allem das Thema Community Management nicht aus den Augen verliert. Brands sollten den Creatorn Freiräume einräumen und eine Plattform geben, wobei die Marke an sich im Hintergrund stattfindet. 

So können individuelle, authentische Inhalte kreiert und durch kreatives Storytelling Markenbotschaften platziert werden. Die Go’s sind definitiv sogenanntes De-Branding zu betreiben, also die Marke zurück zu nehmen (weniger als 30% präsent) und durch eine präzise Community- und Zielgruppenanalyse passende Creator zu sourcen und für sich zu gewinnen.

Im Community Management gilt es dann, die Sprache der Gen Z zu sprechen, Insider zu verstehen und in den Austausch in den Kommentaren von anderen Creatorn zu gehen.

Kristin sieht die Generation in zehn bis 20 Jahren weiterhin mit pragmatischen Charakter, ohne Off-Screen-Zeit und dennoch klarer Trennung zwischen privaten und beruflichen Angelegenheiten. Ihrer Meinung sind viele Innovationen durch das unternehmerische Denken der Gen Z, vor allem beim Thema Nachhaltigkeit, zu erwarten.
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